DEUTSCHLAND LERNT SPAREN


Die Situation: Die meisten Sparer scheuen den Kapitalmarkt und nehmen Niedrigzinsen hin. Die wenigen anderen machen bei der Wertpapieranlage kostspielige Fehler und bleiben ebenfalls weit hinter den Möglichkeiten. Die Idee: Einfache Rezepte für Jedermann, um eigene finanzielle Ziele schneller zu erreichen.

Gastbeiträge

vaamo setzt Konzepte aus „Deutschland lernt sparen“ konsequent um

Veröffentlicht am 24. November 2014
Von Oliver Vins

2014-11-23 Bild_Stern
Der Stern fragt in seiner aktuellen Ausgabe in einem 4-seitigen Artikel zu vaamo: „Ist das die Bank von morgen?“ Vielleicht. Unser Ziel ist es erst mal, HEUTE das beste Produkt zum Sparen und Anlegen anzubieten. Mit vaamo bieten wir eine Lösung für alle, die mehr aus ihrem Geld machen möchten, sicher aber nur ungerne lange damit beschäftigen wollen. In vaamo haben wir alle wesentlichen aktuellen Erkenntnisse aus der Finanz- und Verhaltenswissenschaft einfliessen lassen, um das Erreichen finanzieller Ziele so leicht wie möglich zu machen. Sie können Ihre finanziellen Ziele ganz leicht anlegen und überwachen. Sie sparen sehr viel Mühe und Zeit durch unsere einfachen Prozesse. Und Sie investieren ganz automatisch in ein breit gestreutes, sehr kostengünstiges Portfolio, hinter dem ca. 15.000 einzelne Aktien und Anleihen stehen. So erzielen Sie für Ihre Geld das bestmögliche Rendite/Risiko-Verhältnis. Da nicht alle Menschen gleich sind, bieten wir 3 verschiedene Risikostufen an. Sinnvoll Geld anlegen war noch nie so einfach!

Mehr zum vaamo-Konzept erfahren Sie hier. Oder probieren Sie gleich unser kostenloses Demokonto aus und verschaffen sich selbst einen Überblick, wie leicht und übersichtlich Geldanlage sein kann.

Ich würde mich sehr freuen über Ihr Feedback zu vaamo oder Ihren Anforderungen an die Geldanlage von morgen. Hier auf dem Blog oder auch gerne als persönliche Email: Oliver.vins@vaamo.de.

Dr. Oliver Vins ist Gründer und für die Produktentwicklung verantwortlicher Vorstand bei vaamo

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Provisionsverbot mit mehr Nebenwirkungen als Nutzen

Veröffentlicht am 18. November 2014
Von Roman Inderst

Im Frühsommer hat die europäische Wertpapieraufsicht ESMA weitreichende Vorschläge zur Verbesserung des Anlegerschutzes gemacht, die auf eine europaweite Einschränkung von Vertriebsprovisionen bei Anlageprodukten hinauslaufen. Unterstützer dieses Vorstoßes erhoffen sich eine Stärkung der Honorarberatung und bald ein vollständiges Provisionsverbot. Zweifelsohne muss auch hierzulande die Vermittlung und Beratung von Finanzanlagen verbessert werden und Anreizkonflikte in der Beratung sind ein handfestes Problem. Allerdings muss die Debatte um Provisionsberatung differenziert nach Kundengruppen geführt werden und vor allem faktenbasiert: In Deutschland legt die Mehrheit der Wertpapieranleger weniger als 10.000 Euro an und nur ein Fünftel der Anleger hat mehr als 50.000 Euro im Depot. Hinzu kommt, dass das Geld pro Haushalt oft über mehrere Depots verteilt ist. Richtig verstandener Anlegerschutz muss auf die Mehrheit der schützenswerten Kleinanleger und das kleinteilige Geschäft in Deutschland zurechtgeschnitten sein. Die ESMA Vorschläge erfüllen diese Anforderungen nicht und es gibt bessere Alternativen.

 
Erstens besteht die Gefahr, dass sich die Wertpapierberatung für Kleinanleger und Banken gar nicht mehr rechnet. Unsere jüngsten Auswertungen des Wertpapiergeschäfts von repräsentativen Instituten aus allen drei Säulen des deutschen Bankensystems offenbaren, dass die jährlichen Beratungskosten aus Gebühren, Vermittlungs- und Bestandsprovisionen für Kleinanleger im Schnitt unter einem Prozent des Depotwertes liegen. Die entsprechenden Bankerträge aus dem Angebot von Wertpapierdienstleistungen samt Beratung liegen folglich bei unter einhundert Euro pro Kunde, so dass es zu Quersubventionen durch größere Depots kommen dürfte. Honorarberatung zu einem Stundensatz von 150 Euro wird sich für die Mehrheit der Kleinanleger schlicht nicht lohnen, und für die Banken würde das persönliche Beratungsgeschäft in der Fläche vollends verlustbringend, wenn Provisionen als Hauptertragsquelle ersatzlos wegfielen.

 
Zweitens greifen die von den Befürwortern eines Verbots skizzierten Alternativszenarien zur konventionellen Wertpapierberatung von Kleinanlegern zu kurz. Günstige Indexfonds werden als ideale Produkte für Jedermann gepriesen, die keiner weiteren Beratung bedürften. Unsere Forschung zeigt allerdings, dass Selbstentscheider auch mit Indexfonds teure Anlegerfehler begehen, die den Kostenvorteil aus Beratungsverzicht wieder zunichtemachen. In diese Lücke stoßen derzeit neue Online-Anbieter mit fehlerminimierender Nutzerführung, doch dürfte deren Verbreitung – auch aufgrund geringer Werbeetats – noch einige Zeit brauchen.

 
Drittens wird bei Provisionsverboten gerne auf die Praxis in Großbritannien und den Niederlanden verwiesen, obwohl die Voraussetzungen nicht vergleichbar sind. In Großbritannien herrscht eine andere Marktstruktur als hierzulande. Fonds werden dort durch sehr viele kleine Vermittler und nicht über ein Netz von Filialbanken vertrieben. In den Niederlanden ging dem endgültigen Verbot eine stufenweise Verschärfung der entsprechenden Bestimmungen für alle Finanzprodukte voraus. Ausgangspunkt waren Probleme beim Vertrieb und Beratung von Hypotheken und Versicherungen, die jedoch in Deutschland von einem möglichen Provisionsverbot ausgenommen werden sollen.

 
Schließlich ist zweifelhaft, ob die ökonomischen Voraussetzungen für einen derart radikalen Eingriff in gängige Marktpraktiken gegeben sind. Regulierung soll Wettbewerbsverzerrungen vermeiden, ohne Reibungsverluste mit konkurrierenden Zielen wie der Marktstabilität zu verursachen. Worin liegt genau das Versagen im Beratungsmarkt? Auch in anderen Branchen sind Beratungskosten Teil der Produktkosten. Eine Besonderheit der Anlageberatung als Vertrauensgut besteht darin, dass Qualität und Resultat vom Kunden kaum bemessen werden können. Der Anlegerschutz sollte deshalb besser an dieser Besonderheit ansetzen. Außerdem ist offen, welche Auswirkungen es auf die Finanzstabilität hätte, wenn private Haushalte mangels Beratung weiteres Geld aus den Wertpapiermärkten abziehen und in Form von Einlagen und Altersvorsorgeprodukten auf die Bilanzen von Banken und Versicherern legen. Der Anlegerschutz sollte damit auch die Folgen für Vermögensstruktur und Alterssicherung der Haushalte im Auge haben.

 
Ob in Deutschland hinreichende Voraussetzungen für ein Provisionsverbot gegeben sind, ist somit unklar – genau wie die potentiellen Nebeneffekte auf Beratungsangebot und Kundennutzen. Es müssen Alternativen geprüft werden, die auf den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Beratungsmodellen und Anlageformen setzen. Wir empfehlen, wie bereits in einem früheren Gutachten für das damalige Verbraucherschutzministerium BMELV, auf paternalistische Vorgaben zu konkreten Beratungsformen zu verzichten und dafür volle Transparenz der Beratungsergebnisse herzustellen. Das Beratungsmodell, das zu den besten Ergebnissen für die meisten Kunden führt, soll sich am Markt durchsetzen. Kaum ein Anleger weiß heute, ob und wie viel er genau von der Beratung profitiert. Dabei lässt sich in der Finanzwelt so akkurat wie in sonst fast keiner anderen Branche die Entscheidungsqualität anhand von eingegangenem Risiko und tatsächlich erzielter Rendite beurteilen. Wurde eine faire Nettorendite nach Abzug aller Beratungs- und Produktkosten erzielt? Stimmt das tatsächliche Risiko im Kundendepot mit dem zuvor per Beratung herausgearbeiteten Wunschrisiko überein? Hier bedarf es keiner weiteren komplizierten Reports, sondern vielmehr einer einzigen Seite mit standardisierten und didaktisch ansprechenden Darstellungen, die auch unerfahrene Kleinanleger in die Lage versetzt, den eigenen Nutzen aus der Anlageberatung abzuwägen. Überteuerte und schlechte Beratung wird durch schlechte Nettorenditen genauso auffällig, wie hervorragende Beratung, die durch gutes Risikomanagement punktet.

 
Aufgabe von Regulierung und Aufsicht wäre die Vorgabe und Prüfung von Mindeststandards zum Ausweis von Risiko und Rendite auf Depotebene. Die Finanzinstitute sind gefordert, ihre Beratungs- und Preismodelle auf die messbaren Aspekte des Anlegernutzens auszurichten. Erste Institute preschen hier schon voran. Auch die Medien sind gefordert, auf Basis der neuen Transparenz hilfreiche Vergleiche zwischen Anlegergruppen und Instituten herzustellen. Die Stiftung Warentest hat sich das Thema Depotberichte bereits im letzten Jahr auf die Fahnen geschrieben.

 
Im Fazit existieren ökonomisch fundierte Alternativen zum flächendeckenden Provisionsverbot und gerade angesichts der großen Heterogenität der europäischen Teilmärkte sollte die ESMA das Florett dem Säbel vorziehen.

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Diesen Gastbeitrag habe ich gemeinsam mit Professor Dr. Roman Inderst für die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18. November 2014 geschrieben. Roman Inderst ist ein renommierter deutscher Ökonom. Er leitet den Lehrstuhl für Finanzen und Ökonomie am House of Finance der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main und ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirats des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

 

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Persönliche Sparziele ganz einfach anlegen und sofort mit dem Sparen loslegen

Veröffentlicht am 24. Juli 2014
Von Yassin Hankir

Forschung und Erfahrung zeigen, dass Sparer mit konkreten Zielen erfolgreicher Geld anlegen. Deshalb erlaubt es vaamo, persönliche Ziele mit nur drei Klicks anzulegen und gleich mit dem Sparen loszulegen. Um Details wie die Auswahl des passenden Finanzprodukts und die zur Umsetzung der Geldanlage notwendigen Transaktionen müssen sich Sparer keine Sorgen mehr machen, denn das übernimmt vaamo.

 

In drei einfachen Schritten zum persönlichen Sparziel

In drei einfachen Schritten zum persönlichen Sparziel

Um ein neues Sparziel einzurichten, gibt der Sparer den Namen des Ziels ein, den Euro-Betrag der am Ende auf dem Konto stehen soll und das Datum, wann das Ziel erreicht werden sollen. vaamo errechnet nun automatisch die monatliche Sparrate, die erforderlich ist, um den Zielbetrag zum gewünschten Zeitpunkt zu erreichen. Wird die Risikostufe angepasst, verändert sich automatisch die Sparrate. So kann der Weg zum Ziel den eigenen Möglichkeiten angepasst werden. Im dritten Schritt können nun noch einmal alle Angaben überprüft werden. Nach der Bestätigung kann sofort mit dem Sparen losgelegt werden. Mehr Informationen unter www.vaamo.de.

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vaamo setzt auf mehr Rendite durch Streuung und geringe Kosten

Veröffentlicht am 25. Juni 2014
Von Thomas Bloch

Die drei zentralen Grundregeln für eine erfolgreiche Geldanlage lauten: 1) Das Geld möglichst breit streuen, 2) die passende Risikostufe auswählen und 3) die Kosten der Geldanlage minimieren. Wer diese drei Regeln beherzigt, erreicht seine finanziellen Ziele schneller. vaamo erlaubt Sparern, alle drei Grundregeln einfach und vor allem fehlerfrei umzusetzen.

Das vaamo-Anlagekonzept

Das vaamo-Anlagekonzept

Regel 1: Geld möglichst breit streuen

Was im Volksmund „nicht alle Eier in einen Korb legen“ oder schlicht Streuung heißt, bezeichnen Finanzexperten als „Diversifikation“. Mit vaamo können Sparer ihr Geld weltweit über viele tausend Wertpapiere diversifizieren. Die Schwankungen einzelner Titel schlagen dann weit weniger durch. Im Ergebnis wird das Risiko und damit die Gefahr von Verlusten reduziert, ohne dass die Rendite leidet.

Regel 2: Passende Risikostufe auswählen

Das Risiko der Geldanlage muss zur persönlichen Risikobereitschaft passen, also darauf abgestimmt sein, mit welchen Wertschwankungen ein Anleger gut schlafen kann. Deshalb bietet vaamo drei Risikostufen: geringeres, mittleres und höheres Risiko und hilft Sparern, die für das jeweilige Sparziel passende Risikostufe zu finden. Diese drei Risikostufen werden automatisch durch ein unterschiedliches Mischungsverhältnis der Anlageformen Aktien und Anleihen erzeugt. Natürlich gilt auch bei vaamo: Mehr Rendite kann nur bei mehr Risiko erzielt werden. vaamo erlaubt es Sparern, Risiko passend zu dosieren.

Regel 3: Kosten der Geldanlage minimieren

Wer die Kosten seiner Geldanlage verringert, schneidet unterm Strich besser ab. Das liegt daran, dass die Kosten immer sicher sind und langfristig den Zinseszinsturbo abwürgen. Hier kommt ein weiterer Vorteil des vaamo-Anlagekonzepts zum Tragen: vaamo verwendet ausschließlich kostengünstige Indexfonds, deren Kosten weit unter den Kosten von herkömmlichen Fonds liegen.

Mehr Informationen rund um vaamo finden Sie unter www.vaamo.de.

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FinTech Startup vaamo geht an den Markt

Veröffentlicht am 20. Juni 2014
Von Oliver Vins

vaamo rückt die persönlichen finanziellen Ziele der Sparer in den Mittelpunkt und ersetzt die komplizierte Auswahl von Finanzprodukten. Dabei werden 1:1 die Grundregeln der Geldanlage umgesetzt und gezielt die Spardisziplin der Kunden gefördert.

Jeder hat finanzielle Ziele: Seien es die eigenen vier Wände, die Ausbildung der Kinder oder, ganz klassisch, der sorgenfreie Ruhestand. Solche konkreten Sparziele helfen in doppelter Hinsicht, erfolgreicher zu sparen: Sparziele führen zu mehr Transparenz bei der Geldanlage, weil sich der Sparerfolg besser messen lässt. Außerdem steigt die Motivation, das gesteckte Ziel ohne Umwege zu erreichen.

vaamo - Sparzielübersicht

vaamo – Sparzielübersicht

 

Transparenz bewahrt Sparer vor Überraschungen. Denn Sparziele ermöglichen es, das Sparverhalten und den Sparfortschritt jederzeit zu überwachen. Sparer wissen dann, wie viel Geld noch fehlt und wie lange es noch dauern wird, bis das Ziel erreicht ist. Zudem steigern Sparziele die persönliche Motivation. Die US-Bank Simple hat herausgefunden, dass Privatanleger, die sich konkrete Sparziele setzen, im Schnitt doppelt so viel Geld sparen, wie Anleger ohne Sparziele.

Die Vorteilhaftigkeit dieser Selbstkontrolle belegen auch die Forscher der Frankfurter Goethe Universität mit ihrer aktuellen Studie. Demnach zeichnen sich erfolgreiche Sparer durch 3 Eigenschaften aus: 1.) Sie setzen sich konkrete Ziele, 2.) sie überwachen ihre Ziele kontinuierlich und 3.) sie halten mit höchster Konsequenz an ihren Zielen fest. Ab dem 23. Juni hilft vaamo, Privatanlegern genau nach dieser Logik erfolgreich Geld zu sparen und anzulegen. Mehr Informationen unter www.vaamo.de.

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Sich-selbst-Kontrollieren: Der Zusammenhang zwischen Selbstkontrolle und Wohlstand

Veröffentlicht am 13. Mai 2014
Von Spyros Palligkinis

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche wissenschaftliche Studien gezeigt, dass Selbstkontrolle ein zentraler Aspekt für die Untersuchung privaten Anlegerverhaltens ist. Bei einer ganzen Reihe solcher Studien wurde festgestellt, dass zwischen Selbstkontrolle auf der einen Seite und niedriger Sparquoten oder gar Überschuldung privater Haushalte auf der anderen Seite eine starke Verbindung besteht. Wir können nun nachweisen, dass sich Selbstkontrolle langfristig deutlich positiv auf die Vermögensbildung auswirkt.

Für unsere empirische Studie verwenden wir Daten aus einer repräsentativen Umfrage unter US-Haushalten, die seit 1992 mehrfach wiederholt wurde. Außerdem nutzen wir eine umfassende Definition von Selbstkontrolle des amerikanischen Psychologen Roy Baumeister. Laut Baumeister hängt Selbstkontrolle von drei grundlegenden Verhaltensmerkmalen ab, die auch als wesentliche Bestandteile von Selbstkontrolle bezeichnet werden können. Sie setzen sich zusammen aus der Fähigkeit, sich persönliche Ziele zu setzen, den Weg hin zur Zielerreichung nachzuhalten und Versuchungen zu widerstehen, die von diesem Weg abführen. Gemäß dieser Theorie trifft also eine starke Selbstkontrolle auf die Menschen zu, die sich langfristige Ziele setzen (z. B. 10 Kilo abnehmen), die die dafür nötigen Maßnahmen nicht aus den Augen verlieren (z. B. Gewicht und Kalorienaufnahme regelmäßig messen) und die Fähigkeit besitzen, ihren gesetzten Zielen treu zu bleiben (z. B. einer leckeren Mahlzeit widerstehen, die alle Bemühungen gefährden würde).

Auf Basis jener Definition können wir zeigen, dass Haushalte mit mehr Selbstkontrolle überproportional mehr Vermögen aufgebaut haben. Ein Ergebnis, das für finanzschwächere (also ärmere) sowie finanzstärkere (also reichere) Haushalte gleichermaßen gilt. Doch noch wichtiger ist, dass jeder einzelne Bestandteil der Selbstkontrolle, d. h. persönliche Zielsetzung, Überprüfung und Disziplin zum Ergebnis beiträgt. Fällt auch nur einer der drei Bestandteile aus droht das Scheitern der gesamten Selbstkontrolle.

Zwei Implikationen liegen also auf der Hand:
Erstens erfährt eine solide Finanzbildung noch mehr Bedeutung für den Vermögensaufbau. Finanzbildung ist nicht nur notwendig für die Formulierung realistischer Ziele, sondern auch, weil ein gut strukturierter Plan Anleger besser davor schützt, impulsiv zu handeln. Zweitens ergeben sich neue Perspektiven für Geschäftsmodelle, die darauf abzielen, Kunden in allen drei Dimensionen der Selbstkontrolle zu unterstützen.

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Die beiden Autoren Nina Biljanovska und Spyros Palligkinis gehören zum Nachwuchsbereich des House of Finance:

Nina Biljanovska

Nina Biljanovska

Nina Biljanovska ist momentan Doktorandin an der
Goethe-Universität-Frankfurt. Bereits während
ihres Bachelors of Business Administration an
der State University of New York und ihres
Masters in „Money and Finance“ in Frankfurt
beschäftigte sie sich intensiv mit Macroökonomie
und privatem Anlegerverhalten.

 

Spyros Palligkinis

Spyros Palligkinis

Spyros Palligkinis ist ebenfalls Doktorand am House of Finance. Nach seinem Abschluss in Angewandter Mathematik an der National Technical University of Athens und seinem Master in Finanzen an der Cass Business School in London zog es ihn an das SAFE Center of Excellence in Frankfurt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im privaten Konsum- und Sparverhalten sowie in der allgemeinen Verhaltensökonomie.

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Finanztransaktionssteuern wirken doppelt auf die Kosten der Anleger

Veröffentlicht am 30. Januar 2014
Von Peter Gomber

Es ist ein Dauerbrenner in der öffentlichen Diskussion und hat mit dem gerade vorgestellten Koalitionsvertrag der Großen Koalition nochmal an Bedeutung gewonnen: Das Thema Finanztransaktionssteuer. Nachdem eine globale oder zumindest europaweite Einführung dieser Steuer auf Finanztransaktionen gescheitert ist, haben sich 11 EU-Mitgliedstaaten (u. a. Deutschland) auf eine Einführung dieser Steuer im Rahmen der „verstärkten Zusammenarbeit“ geeinigt. Ziel der Steuer ist es, die Finanzindustrie an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen und spekulativen Handel einzudämmen um damit die Marktvolatilität (also das Ausmaß der Kursauschläge) zu dämpfen. Kann dies funktionieren und welche Auswirkungen hat die Einführung einer solchen Steuer auf die Investoren? Wir haben zur Beurteilung dieser Frage den nationalen Alleingang in Frankreich analysiert, dies stellt ein natürliches Experiment für die Effekte einer Steuereinführung da. Dort hat man bereits im August 2012 eine Steuer auf Aktienkäufe mit einem Steuersatz von 0,2 Prozent eingeführt. Die von uns gemessenen Effekte dieser Maßnahme zeigen, dass die Marktvolatilität in Frankreich hierdurch nicht gesenkt werden konnte und es dort erhebliche Rückgänge in den Handelsvolumina gab. Darüber hinaus haben sich über erhöhte Geld-Briefspannen (also schlechtere Preise im Handel) die Transaktionskosten für die Anleger erhöht. Damit zahlt der Anleger doppelt: Einmal direkt für die Steuer selbst und zum zweiten über höhere Transaktionskosten auf dem Markt. Diese gestiegenen Transaktionskosten führen ganz nebenbei auch noch zu erhöhten Finanzierungskosten für die Emittenten der Wertpapiere. Wir zahlen also doppelt und sicherer, also weniger volatil, wird der Markt auch nicht – sollten wir das wirklich wagen?

Prof. Dr. Peter Gomber leitet seit Dezember 2004 die Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere e-Finance am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Frankfurt. Außerdem ist er Co-Chair und Mitglied des Vorstands des E-Finance Lab, einer Kooperation der Universitäten Frankfurt und Darmstadt sowie eines Netzwerks von Industriepartnern aus der Finanzwirtschaft.

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Tester für innovatives Anlageprodukt gesucht

Veröffentlicht am 17. Januar 2014
Von Oliver Vins

Im Rahmen dieses Blogs hat Prof. Hackethal in elf Videobeiträgen die Grundregeln der Geldanlage erläutert. Leider gibt es für den interessierten Privatkunden derzeit noch kein Angebot in Deutschland, das eine direkte und unkomplizierte Umsetzung dieser Grundregeln erlaubt. Der eigenständige Sparer muss sich nach wie vor zusätzliche Kenntnisse hinsichtlich Brokerauswahl, Kostenstrukturen und Orderplatzierung aneignen. Das kostet auch den halbwegs erfahrenen Sparer Zeit und Nerven. Dies müsste aber eigentlich nicht so sein. Erfolgreiche neue Anbieter wie Betterment und nutmeg in den USA bzw. UK zeigen, wie einfach und dennoch erfolgreich Geldanlage sein kann. Sie kombinieren dazu eine bewusst sehr intuitive Benutzeroberfläche mit einem breit diversifizierten Investmentprodukt, das im Wesentlichen den in diesem Blog beschriebenen Anlageregeln folgt. So kann jeder ohne Vorkenntnisse und mit minimalem Zeitaufwand professionell investieren. Auch wenn die Angebote noch sehr jung sind, zeigen sie bisher eine hervorragende Wertentwicklung: Anlagen bei nutmeg, zum Beispiel, haben sich seit Marktstart (Oktober 2012) um 2-5 Prozentpunkte besser entwickelt als der Durchschnitt der Wettbewerber (je nach Risikoklasse, Quelle: nutmeg).
Mitte letzten Jahres haben wir (Oliver Vins, Thomas Bloch, Yassin Hankir) unsere bisherigen Jobs in der Beratung und im Banking an den Nagel gehängt, um endlich ein solches Angebot auch in Deutschland verfügbar zu machen. Dazu haben wir vaamo gegründet und in den letzten Monaten viel Schweiß und Nerven in die Produktentwicklung gesteckt. Jetzt sind wir soweit, dass wir die ersten Elemente mit interessierten Nutzern testen können. Das dauert maximal 30 Minuten und tut nicht weh – versprochen! Wenn Sie Lust haben, uns dabei zu unterstützen, würde ich mich über eine Email von Ihnen sehr freuen: oliver.vins@vaamo.de.

Dr. Oliver Vins ist Gründer und für die Produktentwicklung verantwortlicher Vorstand bei vaamo.

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Höhere Rendite durch bessere Finanzbildung

Veröffentlicht am 10. Dezember 2013
Von Roman Inderst

In der aktuellen akademischen Literatur gibt es eine Reihe von Beiträgen, die sich mit dem Thema Finanzbildung (“financial literacy”) auseinandersetzen, daher der Befähigung von Privatpersonen und privaten Haushalten, selbständig und möglichst ohne gravierende Fehler Finanzentscheidungen treffen zu können. Dieses Thema ist in der Tat wichtig, da die private Altersvorsorge zunehmend für immer größere Teile der Bevölkerung relevant wenn nicht sogar zwingend wird.
Bislang lag der Schwerpunkt dieser Forschung aber auf der Frage, ob es sich private Haushalte zutrauen, in Aktien oder Fonds zu investieren, bzw. welche möglichen Fehler sie dabei machen (z.B. mangelnde Diversifizierung). Solche Anlageformen werden allerdings von der Mehrzahl der Haushalte, die über Finanzvermögen verfügen, gar nicht gewählt. Und selbst dann stellen sie nur einen kleinen Teil des Finanzvermögens dar. Ein weit größerer Teil des Finanzvermögens liegt in Einlagen, inklusive Tages- und Festgeld. Wie sieht es hier mit der Rolle von Finanzbildung aus? Können Haushalte, die bei entsprechenden Fragen besser abschneiden, selbst bei dieser zunächst recht einfachen Anlageklasse eine bessere Rendite herausholen?
In einem Team mit zwei Mitarbeitern (Florian Deuflhard und Dimitris Georgarkos) sind wir dieser Frage nachgegangen, allerdings nicht für Deutschland sondern für die Niederlande. Dies lag an einer denkbar günstigen Konstellation, insbesondere da wir über die ING-DiBa Kontakte erhielten, mittels der wir einen vollständigen Überblick über die Zinsen verschiedenster Sparprodukte im Markt erhielten – und das für die letzten zehn Jahre. Nachdem wir dies mit sehr detaillierten Umfragedaten verknüpft hatten, fanden wir das folgende Ergebnisse: Erstaunlicherweise hat Finanzbildung selbst hier einen deutlichen Einfluss auf die erzielte Rendite. Bei einer genaueren Betrachtung des Marktes ist dies allerdings nicht mehr verwunderlich. Selbst für die gleichen Sparprodukte werden sehr unterschiedliche Zinsen angeboten. Und diese Produkte sind selbst auch nicht so simpel und transparent wie zunächst vermutet. Verschiedene Einlagenkonten zahlen höhere Zinsen erst ab unterschiedlichen Schwellen und sind mit unterschiedlichen Auflagen und Beschränkungen verbunden, so etwa gebührenpflichtiges Abheben. Dies alles erschwert den Vergleich. Besser finanzgebildete Haushalte trauen sich einen solchen Vergleich offensichtlich eher zu und verschaffen sich zudem einen Überblick über den Markt, um dann das für sie geeignete Angebot auszuwählen. Eine Wahlmöglichkeit sticht hierbei vor allem hervor: Internetbasierte/Online Konten. Zumindest über den betrachteten Zeitraum erzielten diese einen erheblich höheren Ertrag, selbst bei der gleichen Bank, die oft damit zwischen wechselwilligen und besser informierten Kunden auf der einen Seite und der Masse der anderen Kunden auf der anderen Seite differenzierte.
Für die bereits finanzinteressierten Leser dieses Blogs mag dies wenig interessant sein, da sie vielleicht bereits regelmäßig Angebote etwa bei Tages- und Festgeld vergleichen und bereit sind, ihre Einlagen zu anderen Anbietern zu verschieben (eingedenk der Unterschiede nicht nur im Zinssatz). Und da die Marktverhältnisse hier anders sind als in den Niederlanden, muss die genaue Höhe der zusätzlich erzielten Rendite von Haushalten mit besserer Finanzbildung gar nicht interessieren. Für Politik und Gesellschaft stellt sich aber die Frage, wie Haushalte mit geringerer Finanzbildung dabei unterstützt werden können, aktiver die Angebote zu vergleichen und zu nutzen – mit dem positiven Nebeneffekt eines stärkeren Wettbewerbs unter den Anbietern.

Professor Dr. Roman Inderst ist ein renommierter deutscher Ökonom. Er leitet den Lehrstuhl für Finanzen und Ökonomie am House of Finance der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main und ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirats des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

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Sparen will gelernt sein

Veröffentlicht am 31. Oktober 2013
Von Sascha Steffen

Sparen will gelernt sein. Und wie bei so vielen Dingen, sollte man nicht erst im hohen Alter damit beginnen. Am besten lernt man es schon in jungen Jahren. Genau an dieser Stelle setzt die gemeinnützige Initiative My Finance Coach an. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendlichen für die Themen Wirtschaft und Finanzen zu begeistern. Mit ihrem Angebot unterstützt die Initiative junge Menschen dabei, ökonomische Zusammenhänge zu erfassen und einzuordnen. Im Mittelpunkt steht der Kompetenzerwerb, der sie befähigen soll, als mündige Wirtschaftsbürger handeln zu können. Damit leistet die Initiative einen nachhaltigen Beitrag zur Prävention von Ver- bzw. Überschuldung junger Menschen. Ein wichtiger Baustein des Angebotes von My Finance Coach ist der Bundeswettbewerb Finanzen, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal veranstaltet wurde – das erste Mal in Zusammenarbeit mit Klett MINT. Ende September kamen im geschichtsträchtigen Gebäude der ESMT European School of Management and Technology in Berlin 44 Schülerinnen und Schüler zur Finalrunde zusammen. Der schulformübergreifende Wettbewerb möchte dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler in finanziellen Belangen und beim Thema Wirtschaft kompetenter werden. Durch Bezüge zu ihrer Lebenswelt erfahren Jugendliche, wie spannend das vermeintlich trockene Thema sein kann. Dass Sparen nicht nur im Wirtschaftsplanspiel, sondern auch im echten Leben wichtig ist, lernen sie spielerisch nebenbei. Wer beim Wettbewerb ganz vorne landen will, muss aber mehr können, als nur mit Zahlen zu jonglieren. Bewertet werden darüber hinaus wichtige Sach- und Sozialkompetenzen wie z.B. Teamverhalten, Zielorientierung sowie der Umgang mit Konflikten. Der Wettbewerb schafft damit ein generelles Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen bereits in jungen Jahren. Auch wir als internationale Business School setzen dies bei unseren Studierenden selbstverständlich voraus. Nicht zuletzt deshalb war es für mich eine große Ehre auch diesmal wieder Teil der Jury sein zu dürfen. Es war faszinierend zu sehen, wie sich die Jugendlichen während des Wettbewerbs weiterentwickelten und mit welcher Begeisterung sie dabei sind. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Bundeswettbewerb Finanzen eine großartige Möglichkeit ist, sich mit den Themen Wirtschaft und Finanzen zu beschäftigen. Denn Spaß und Begeisterung tragen letzten Endes dazu bei, dass neues Wissen lange im Gedächtnis bleibt.

Haben Sie selbst Kinder, Geschwister oder kennen Schüler in den Klassenstufen 5-10? Dann motivieren Sie sie daran teilzunehmen. Die neue Runde des Bundeswettbewerbs Finanzen ist bereits gestartet! Teilnahmeschluss ist der 28. Februar 2014.

Prof. Dr. Sascha Steffen ist Professor an der ESMT European School of Management and Technology und erster Inhaber des Karl-Heinz Kipp Chair in Research.

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