DEUTSCHLAND LERNT SPAREN


Die Situation: Die meisten Sparer scheuen den Kapitalmarkt und nehmen Niedrigzinsen hin. Die wenigen anderen machen bei der Wertpapieranlage kostspielige Fehler und bleiben ebenfalls weit hinter den Möglichkeiten. Die Idee: Einfache Rezepte für Jedermann, um eigene finanzielle Ziele schneller zu erreichen.

Presse

Cool bleiben

Veröffentlicht am 4. Dezember 2013
Von Andreas Hackethal

Die Wiener Tageszeit „Der Standard“ hat einen Artikel über die mangelhaften Grundkenntnisse von Anlegern veröffentlicht (leider ist er online nicht verfügbar, aber dafür hier einen kleinen Überblick). Im Beitrag wird eine Studie vorgestellt, die extra für den Standard erstellt wurde. Die Studie zeigt, dass Anleger bei dem Versuch, die Märkte gekonnt mit Käufen und Verkäufen zu timen, scheitern. Die Zeitpunkte für den Kauf und Verkauf von Anlagen sind denkbar schlecht gewählt: Gekauft wird bei hohen Kursen, verkauft bei niedrigen. Dabei gibt es soetwas wie DEN richtigen Investitionszeitpunkt nicht (mehr dazu in Folge 11). Ganz im Gegenteil: Gezieltes Marktiming führt eher selten zum gewünschten Ergebnis. Anleger machen nämlich durch solch aktives Handeln weniger Gewinne, als wie es zum Beispiel mit der „Buy and Hold“-Strategie möglich wäre. Also dem Kaufen und Liegenlassen bzw. mit dem langfristigen Geldanlegen. Das Problem sind einfach die fehlenden Grundkenntnisse der Anlegern. Denn wie auch schon unsere aktuelle Studie der häufigsten Anlagefehler unter 7.000 untersuchten Depots zeigt, machen Anleger einfach ihre Hausaufgaben nicht und begehen immer wieder einen gravierenden Grundfehler: Sie diversifizieren nicht breit genug bzw. zu wenig. Sprich: Anleger streuen die Risiken auf ihren Depots zu wenige zwischen Strategien, Regionen und Ländern auf. Dabei ist die richtige Diversifikation das A und O (siehe Folge 6). Alles andere ist erst dann wichtig, wenn der Sparer seine Hausaufgaben gemacht hat.

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Die Vorteile „passiver“ Fonds

Veröffentlicht am 30. November 2013
Von Andreas Hackethal

Vanguard, einer der größten Fondsgesellschaften der Welt, befeuert derzeit wieder einmal die Debatte um den Anlegernutzen von professionell gemanagten Aktienfonds, die mit überdurchschnittlichen Renditen werben. Die zentrale und für viele Sparer relevante Frage in dieser Debatte ist, ob es sich lohnt, den „besten“ Fonds aus den vielen hundert Möglichkeiten auszusuchen, um somit neben Risikostreuung auch die bestmögliche Rendite zu erzielen. Oder sollten Sparer nicht viel mehr auf „passive“ Fonds setzen, die gar nicht erst versuchen, besser als der Marktdurchschnitt zu sein, sondern genau jenen Markt abbilden und damit nur auf bestmöglichste Streuung setzen. Auf Deutschland übertragen: Fahren aktive Fonds, die selektiv bestimmte deutsche Aktien über- oder untergewichten, langfristig bessere Renditen (natürlich gleiches Risiko vorausgesetzt) ein als der DAX selbst? Sind also Fondsmanager ihr Geld wert? Denn Aktienfonds berechnen für das Fondsmanagement gerne mehr als ein Prozent Kosten pro Jahr, die vom Fondsvermögen abgezogen und damit vom Anleger getragen werden. Passive Fonds, die nur versuchen, möglichst genau den DAX abzubilden, kosten meist weniger als 0,3% pro Jahr. Dass nun gerade Vanguard immer wieder neue Fakten zur Frage „aktive versus passiv“ auf den Tisch legt, ist nicht verwunderlich. Das Unternehmen bietet fast ausschließlich passive Fonds an, die einen Markt möglichst getreu und zu möglichst geringen Kosten abbilden. Werbung will ich hier sicher nicht betreiben – die Fonds sind in Deutschland sowieso nicht erhältlich. Die Ergebnisse der Studie gleichen sich auch jedes Jahr mehr oder minder, indem Sie die Überlegenheit passiver Fonds für Privatanleger verdeutlichen. An der aktuellen Studie gefällt mir die graphische Aufbereitung, die ich nachstehend mit deutschen Kommentaren versehen habe.

Vanguard

Insgesamt wurden 1540 amerikanische Aktienfonds berücksichtigt, die 1998 für Privatanleger verfügbar waren. Diese Fonds wurden über die folgenden 15 Jahre bis heute verfolgt. Jedes Quadrat in der Abbildung entspricht einem Fonds. Erstes Ergebnis: Fast die Hälfte, nämlich 698 Fonds wurden in der Beobachtungsperiode vom Markt genommen, meist weil sie nicht die erwartete Größe erreicht hatten, um für den Anbieter profitabel zu sein oder weil der Anbieter selbst vom Markt verschwand. Das heißt nicht, dass die Anleger dort ihr ganzes Geld verloren hätten. Die Anleger bekamen bei Schließung vielmehr den Gegenwert der enthaltenen Aktien und mussten sich dann nach einem neuen Fonds umsehen. Zweites Ergebnis: 567 Fonds (37%) wurden zwar über die ganze Zeit fortgeführt, lagen aber in der Rendite für den Anleger am Ende teils deutlich unter dem amerikanische Aktienmarkt. Drittes Ergebnis: Die restlichen 275 Fonds (18%) lagen am Ende höher als der Markt. Jedoch traf dies wiederum nur für 94 (6%) Fonds dauerhaft zu. Nur diese Fonds lagen nie länger als drei Jahre hintereinander unter dem Durchschnitt. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Mehrheit der besten Fonds ihre Stellung einigen guten Jahren zu verdanken haben und damit im Vorfeld nicht eindeutig erkennbar sind.
Was lässt sich nun für den Sparer aus jener Studie und auch aus all den hunderten vergleichbarer Studien lernen? Meine Sicht: Es gibt zwar einige Fonds, die langfristig besser gefahren sind als der Markt. Selbst eine überdurchschnittliche Rendite über 15 Jahre könnte jedoch einfach durch Glück begründet und damit im Vorhinein nicht absehbar sein. Ein großer Suchaufwand und vor allem hohe Fondskosten lohnen sich damit nur selten und für die meisten eben nie. Weit einfacher und im Ergebnis sicherer ist es, bei der Auswahl von Fonds auf eine möglichst breite Streuung und möglichst geringe Kosten zu setzen. Dies spricht für passive Fonds bzw. ETFs, spricht aber nicht grundsätzlich gegen günstige und breit gestreute aktive Fonds, die nicht voll auf einen bestimmten Marktindex setzten, sondern zum Beispiel einzelne Länder im Fonds nach deren Wirtschaftskraft und nicht nach dem Wert der dortigen Unternehmen gewichten.

Link zur Quelle (Vanguard)

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Eine Flatrate fürs Depot

Veröffentlicht am 19. November 2013
Von Andreas Hackethal

Eine Flatrate für’s Handy ist ja nichts Neues. Aber eine Flatrate fürs Depot? Am Sonntag war in der FAS ein guter Artikel über ein neues Bezahlmodell einiger Banken. Dieses Modell könnte dazu beitragen, dass Kunden wieder mehr auf ihre Berater hören.

Was halten Sie von diesem Modell?

Link zur Quelle (FAZ)

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Dax Rekord, und keiner geht hin

Veröffentlicht am 7. November 2013
Von Andreas Hackethal

Die Frage, warum in Deutschland die Aktienanlage weniger Verbreitung gefunden hat als in anderen Ländern ist spannend, aber auch nicht leicht zu klären und daher auch kontrovers diskutiert. Ein Blick auf die Kommentare zum FAS Artikel vom letzten Sonntag zeigt das überdeutlich. So dauerte denn auch das Hintergrundgespräch zwischen dem Redakteur Dennis Kremer und mir am letzten Donnerstag viel länger als sonst üblich. Die einfachste Antwort wäre, dass die Menschen in Deutschland per se ängstlicher sind als die Menschen in den USA oder Großbritannien. Hierfür gibt es jedoch keine überzeugende Evidenz in der Forschung. Und wäre eine tief verwurzelte Angst der entscheidende Faktor, dann gäbe es auch kaum einen Grund zu glauben, dass sich an den Länderunterschieden etwas ändern wird. So teilt Herr Kremer im Artikel auch meine Einschätzung, dass es die institutionellen Rahmenfaktoren in Deutschland sind, die für den geringen Aktienbesitz der Bürger verantwortlich sind. Zum Beispiel hat das Umlagesystem der Altersvorsorge den letzten Generationen die Verantwortung weitgehend abgenommen, Arbeitseinkommen fürs Alter selbst anzulegen. Anders als in den USA und Großbritannien war damit das Thema Aktien für die meisten Familiengespräche nicht relevant und wurde auch in den Medien über Jahrzehnte kaum behandelt. Das Altersvorsorgesystem ist wiederum ein Baustein des gesamten Finanzsystems. Die meisten Bausteine des deutschen Finanzsystems waren über Jahrzehnte bankenorientiert. Mit der mittelständisch geprägten Industriestruktur hierzulande gibt es dafür auch gute Gründe. Wenn jedoch Banken eine so große Rolle für die Wirtschaft spielen, dann ist es wenig verwunderlich, dass auch die meisten Sparangebote bankendominiert waren und sind. Diese institutionellen Rahmenfaktoren sind seit einigen Jahren im Wandel – siehe private Altersvorsorge und siehe veränderte Rolle von Banken. Auch deshalb ist zu erwarten, dass die Aktienquoten bei deutschen Sparern steigen werden und sich damit international angleichen.

Link zur Quelle (FAZ.NET)

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Aktienanlage ist wie Fliegen

Veröffentlicht am 6. November 2013
Von Andreas Hackethal

Das Handelsblatt hat gestern ein nettes Interview mit einem Fondsmanager online gestellt, in dem dieser eine ganz interessante Analogie zwischen der Aktienanlage und dem Fliegen bemüht. Das Flugzeug ist für viele das bevorzugte Transportmittel, wenn das Reiseziel weit entfernt liegt. Genauso sollten Aktien das bevorzugte Anlagevehikel sein, wenn das Sparziel weiter entfernt in der Zukunft liegt. Auch vor dem Fliegen haben viele Passagiere Angst und das Absturzrisiko wird insbesondere nach einem der seltenen Crashs (man beachte auch die Begriffsanalogien) überbewertet. Auch beim Fliegen können nicht alle Passagiere erklären, wie genau die Turbinen funktionieren und welche physikalischen Phänomene dafür verantwortlich sind, dass sich auch ein riesiger A380 in die Lüfte erheben kann und mehr oder weniger pünktlich ans Ziel kommt. Dennoch vertrauen immer mehr Menschen auf das Flugzeug als Transportmittel – zunehmend auch für kürzere Strecken. An dieser Stelle bricht denn auch die Analogie. Trotz der langfristigen Vorzüge der Aktie überwindet sich nach wie vor nur eine Minderheit der Sparer in Deutschland dazu, zumindest einen Teil ihres Geld breit gestreut in Aktien anzulegen. Warum das in Deutschland so ist und warum sich dies in den nächsten Jahren meiner Meinung nach ändern wird, erläutere ich in meinem nächsten Beitrag.

Link zur Quelle (Handelsblatt)

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Ergänzung zu Folge 11

Veröffentlicht am 30. Oktober 2013
Von Andreas Hackethal

Der folgende Artikel ist eine gute Ergänzung zu Folge 11 von Deutschland lernt Sparen, denn er zeigt sehr schön, dass es selbst für Profis (und erst recht für Privatanleger) unmöglich ist, dauerhaft besser zu sein als der durchschnittliche Anleger auf den Märkten.

Link zur Quelle (FOCUS)

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Erbanlagen

Veröffentlicht am 23. Oktober 2013
Von Andreas Hackethal

Anfang des Jahres sprach mich das Manager Magazin bei der Recherche für einen Artikel an, der das Anlageverhalten der Deutschen über die letzten 60 Jahre beleuchten sollte. Eine Frage war, ob es eine typisch deutsche Sparkultur gibt. Tatsächlich setzten auch schon die früheren Generationen vor allem auf risikoarme (und steuerlich geförderte) Kapitallebensversicherungen und Bausparpläne. Auch heute legen die meisten Sparer laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts GFK ihr Geld in traditionellen Anlageformen an. Tagesgeld und Festgeld haben dem Sparbuch und den Lebensversicherungen zwar den Rang abgelaufen, aber an der Gesamtrisikoneigung hat sich wenig geändert. Mehr als 80% des Geldvermögens liegen daher auch heute noch in recht sicheren Anlagen. Der Rest ist in Aktien und Fonds investiert. Im aktuellen Zinsumfeld bedeutet dies jedoch auch, dass sich die Vermögen weniger rentieren als in anderen Ländern, in denen die Aktienquote (und auch der Immobilienbesitz) traditionell höher liegt. Die traditionelle Sicherheitsorientierung mag auch zumindest eine Teilerklärung dafür sein, dass die Deutschen im europäischen Vergleich einer der Schlusslichter beim Vermögen pro Kopf sind. Gerade vor dem Hintergrund, dass die jüngeren Generationen mehr privat für die Altersvorsorge tun müssen, ergibt sich auch gesellschaftlich die Notwendigkeit, zumindest einen Teil der Sparsumme in das Produktivkapital der Wirtschaft anzulegen – will heißen: Aktienfonds bzw. ETFs zu kaufen. Produktivkapital wirkt auch anders als Rentenpapiere als Inflationsschutz. Steigen die Preise, steigen auch die Umsätze der Unternehmen. Auf die spannende Anfangsfrage, warum in Deutschland weniger in Aktien investiert wird als in manch anderen Ländern, gibt es meines Erachtens mehrere Antworten. Da mag es einerseits generell ein stärker ausgeprägtes Sicherheitsdenken gegeben haben. Andererseits unterschieden sich jedoch die Rahmenbedingungen zwischen den Ländern. Lebensversicherungen wurden bei uns stark steuerlich gefördert, die gesetzliche Rentenversicherung hat die Altersvorsorge größtenteils abgedeckt, so dass für die breite Bevölkerung kaum private Altersvorsorge nötig war und schließlich war – vielleicht auch als Folge der vorgenannten Aspekte – das Thema Wertpapieranlage so gut wir gar nicht auf dem Radar der Massenmedien oder Thema in der Ausbildung. All das ändert sich derzeit. Meine Vermutung ist daher, dass sich das Sparverhalten in Deutschland anpassen wird und zwar hin zu gezielter, dosierter Risikoaufnahme. Hier erwarte ich auch eine Reihe an Innovation aus der Finanzbranche, die diesen Schritt für die Sparer günstiger, einfacher und vor allem auch fehlerresistenter machen werden.

Quelle: Manager Magazin, Heft 3/2013

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Zeit der guten Ratschläge

Veröffentlicht am 17. Oktober 2013
Von Andreas Hackethal

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa), Focus und mit der Wiener Zeitung auch die internationale Presse 😉 haben sich heute mit dem Thema Sparen in Zeiten niedriger Zinsen befasst und unter anderem auch auf „Deutschland lernt Sparen“ Bezug genommen. Die Aufmerksamkeit lag dabei vor allem auf die Nützlichkeit ökonomischer Bildung, auch um Beratern auf Augenhöhe zu begegnen und die richtigen, weil kritischen Fragen zu stellen.

Links zu den Quellen (Wiener Zeitung) (Fokus)

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Wenig Güte bei Siegeln

Veröffentlicht am 16. Oktober 2013
Von Andreas Hackethal

Schon im Mittelalter versiegelten Päpste, Kaiser, Könige und andere staatliche Souveräne wichtige Briefe und auch Urkunden mit farbigem – meist rotem – flüssigem Wachs und einem individuellen Siegelstempel. Somit stellten die Absender die Unversehrtheit dieser bedeutsamen Schriftstücke sicher. Heutzutage sind solch – nach wie vor meist roten – Siegel noch an vielen Glasfenstern oder Aufstellern von z. B. Banken zu sehen und stellen ein sogenanntes Gütesiegel für herausragende Leistung dar. In 2012 habe ich dem Bankmagazin ein Interview zum Thema Gütesiegel gegeben (sowie im September auch dem NDR) und habe deutlich gemacht, dass Gütesiegel mehr und mehr an Bedeutung verlieren, denn häufig ist nicht zu erkennen, wofür diese Urkunden überhaupt ausgestellt werden. Vielmehr kaufen Banken solche Siegel heutzutage von „nicht-staatlichen Souveränen“, mit dem Ziel, das eigene Image aufzupolieren. Ob sich der Kauf eines solch guten Zeugnisses für die Banken immer lohnt, bezweifeln jedoch nicht nur einige Marktforscher, sondern deutet sich auch in einer meiner Studien an. Mein Team und ich konnten feststellen, das Kunden Gütesiegeln nicht so viel Gewicht beimessen, dass sie sofort zur nächstbesten Bank wechseln würden. Zudem ist es auch wichtig die gute Noten von einer anerkannten Stelle zu bekommen. Dabei ist die Rede von anerkannten Marktforschungsinstituten bzw. wissenschaftlichen Instituten, denn „Wissenschaft signalisiert fundierte Analyse“ und ist somit vertrauenswürdig. Ebenso wichtig wie der Gütesiegel-Aussteller ist aber auch die „Auswahl der Messkriterien“. Ist die Aufbereitung der Webseite oder die telefonische Kundenbetreuung wirklich wichtig für die Einschätzung einer qualitativ hochwertigen Beratung? Wohl eher nicht. Vielmehr sollten die Messkriterien die fachmännische Beratung betreffen. Doch genau dort liegen die Messprobleme, denn es fehlen einheitliche und verständliche Bezeichnungen, ohne die leider keine Bewertung von Qualität möglich ist.

Link zur Quelle (Bankmagazin)

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Nobelpreis für Anleger

Veröffentlicht am 15. Oktober 2013
Von Andreas Hackethal

Gestern wurden zwei Begründer von Anlagegrundregeln mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet. Eugene Fama aus Chicago hat gezeigt, dass Aktienkurse genau wie Würfel nicht vorhersehbar sind (sehen sie hier), so dass langfristig auch Profis nicht besser abschneiden als Anfänger, die ihre Anlagen möglichst breit streuen. Robert Shiller aus Yale hat als einer der ersten Forscher das tatsächliche Verhalten von Anlegern auf den Börsen untersucht damit das Feld Behavioral Finance mitbegründet. Seitdem häufen sich die Erkenntnisse, dass Anleger in der Realität nicht rational und gemäß der Grundregeln agieren, sondern immer wieder dieselben und leider auch teuren Fehler begehen. Die Konsequenz für Anleger ist bei Shiller, sich auf keinen Fall auf sein Bauchgefühl oder heiße Tipps von Dritten einzulassen, sondern vielmehr mit ruhiger Hand und wohl dosiert breit gestreute Risiken einzugehen und dafür eine faire Prämie zu verdienen. Das Preiskomitee in Stockholm begründet daher auch seine Entscheidung damit, dass die Forscher „vielen, vielen Haushalten rund um die Welt geholfen haben, viel günstiger in Aktienmärkte zu investieren, als sie es sonst gekonnt hätten“.

Mehr zum Thema hier

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